Das ist Kunst

Ein Brunnen, ein Brunnen - DER Brunnen.

Ein Brunnen, ein Brunnen – DER Brunnen.

Kommt ihr auf Kunst klar? Malerei, Zeichnung, Skulptur? Steht ihr verträumt in einer Galerie und denkt euch in die Farben und Formen der Bilder hinein, oder reichen euch die Seerosen von Monet in der IKEA Edition über dem Sofa? Oder… könnt ihr gar absolut nichts damit anfangen und fragt euch immer, warum da jemand Geld für ausgeben mag? Die Kunst über die Jahrhunderte bis heute ist beeindruckend, wenn man sie sich erklären lässt. Eine Person hat mein Kunstverständnis nachhaltig geprägt und vor über 20 Jahren meine Augen für die Welten hinter der Leinwand geöffnet. Barbara Camilla Tucholski, Malerin und Zeichnerin, lädt heute ihre Studenten an die Ostsee nach Oevelgönne in ihr Atelier ein. Die Generation, die in den 90ern mit ihr in einem Kloster in Italien gemalt und studiert und Wein getrunken hat. Ich war einer davon.

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Kattenkamp 13

Es liegt Sirup in der Luft

Es liegt Sirup in der Luft

Dieser Geruch. Zuckerrüben, Malz, ein bisschen wie frisches Brot und klebriger Honig. Uelzen. Diese Stadt, in der ich mich immer wieder frage, wie es hier jemand dauerhaft aushalten kann, der hier nicht geboren wurde? Ich… wurde hier geboren. Und ich bin trotzdem weggegangen. Das ist schon lange her, das geschah damals nicht freiwillig – aber ich komme immer wieder zurück. Im Jahr 2018 ist alles wie immer. Und doch ist es ganz anders. Irgendwie ist das hier eine Weihnachtsgeschichte, mit Engeln und Glühwein und Lichtern, und irgendwie auch nicht. Wir haben viel weniger Zeit, aber wir haben Tobi, das ist neu. Und der Taunus hat plötzlich einen stählernen Dachgarten, doch wer denkt denn bei so vielen Kindheitserinnerungen an zeitgenössische Accessoires aus dem klassischen Automobilbereich? Vielleicht das Mädchen mit den Schwefelhölzern? … ich will das weiterlesen!

Auto Tetris

Einen vor, einen zurück

Einen vor, einen zurück

Zu Beginn schaltet erstmal den Gameboy ein:

Tetris (GameBoy)     

Und jetzt lassen wir bunte Klötze fallen. Einen grünen, einen goldenen, einen… äh… irgendwie taubenblauen und einen schwarzen. Drei Ziele: Den goldenen Klotz verkaufsfertig positionieren, den grünen Klotz zurück in den Alltag holen und den schwarzen Klotz zwischenlagern. Alle Klötze lassen sich aus eigener Kraft bewegen, drehen und bewegen. Und ich bekomme diese Melodie, genau wie 1988, nie wieder aus meinem Kopf!

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Kölner Schlachtplatte

Dicker Arsch auf Reisen

Dicker Arsch auf Reisen

Alte Autos. Seltene Autos. Ungeliebte Autos. Seit 1990 bewege ich Vehikel über den Planeten, auf die das alles irgendwie zutrifft. Mit meinem kantigen K70 habe ich schon viele Leute zu unflätigen Äußerungen getrieben, aber der Scorpio 95 bricht in Sachen Polarisierung alle Rekorde. Niemand liebt ihn. Wenige mögen ihn. Die meisten hassen ihn. Eigentlich habe ich für mein nicht ganz kompatibles Winterauto nur einen neuen Ansaugkrümmer aus Kunststoff gesucht. Die werden so um die 100 Euro gehandelt, in diesem Fall hing da allerdings noch ein ganzes Auto mit dran, für eine Handvoll Dollar mehr. Was macht man da? Na klar. Ansaugbrücke kaufen, das Ding mitsamt dem Auto dran nach Hause holen, in den Garten kippen und über ein komplettes Schlachtfest nachdenken.

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Keine Angst vor US Cars

Mal den großen Wagen wagen.

Mal den großen Wagen wagen.

Schlecht verarbeitet, versoffene Motoren und eine katastrophale Ersatzteilsituation? Unter den Klassikerfreunden kursieren viele Geschichten über klassische Autos aus den U.S.A. Nach einem leidenschaftlichen Gespräch mit meinem Oldtimerfreund Rainer Peukert vom Spezialversicherer Hiscox über seinen Buick Wildcat von 1963 will ich einmal mit ein paar alten Mythen aufräumen. Und baue euch mal sowas wie eine [Anzeige/Werbung] für klassische Amischlitten und die entsprechende Versicherung dafür. Rock’n Roll!

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Nachtschicht

Schauspiel in drei Akten

Ein Tag im September. Sonnenschein. Durstige Vögel piepen.
Ein gut aussehender Mann mittleren Alters hält ein iPhone am Ohr und läuft aufgeregt durch eine Wohnung in Altona Nord, Hamburg, Deutschland. „Oh klasse, ja klar ich bring alles mit. Ich glaube das mit dem Gurt und dem Maxi Cosi kann ich noch irgendwie, ist ja auch nicht so weit. Ja. Ja sicher. Ja, das habe ich auch dabei. Bettchen ist aufgebaut…“
Der Mann unterbricht die Verbindung und schaut sich in der hellen, kleinen Altbauwohnung noch einmal nachdenklich um. Das ist der letzte Moment zu dritt. Wenn er nachher wieder durch diese Tür gehen wird lebt hier ein vierter, kleiner Mensch. „Das Leben ist schon verrückt…“ murmelt er leise vor sich hin. Er hängt sich die Tasche um, nimmt die Babyschale, tritt auf den Hausflur und zieht pathetisch die Tür mit einem RUMMS hinter sich zu.

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3000 Jahre vor 1977

Irgendwo, nicht ganz mitten drin.

Irgendwo, nicht ganz mitten drin.

So viel Wald, und wo soll das hinführen?
Eine gute Frage. Die alte Eisenbahnbrücke liegt ein paar Kilometer hinter dem viertelfinnischen Sandmädchen und mir, der Scorpio steht am Rand eines schmalen Weges und ich versuche eine alte Grabanlage zu finden. Eine sehr alte Grabanlage. Die war hier irgendwo mitten im Kiefernwald, das weiß ich ganz genau. Denn ich war schon zweimal hier. Beide Male sind schon sehr lange her, und ich alter Mann greife inzwischen auf so ein kleines Ding mit GPS und Google Maps zurück, um meinen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Das ging 1977 nicht. Und wenn wir noch einen kleinen Schwenker auf den, ja genau den! schmalen Weg da vorn links machen… finden wir vielleicht ein Baumhaus, was ich vor 40 Jahren (WAAAAHHHH!!!) mit meinen Freunden baute? Ja? Wollen wir? Sie nickt begeistert. Baumhäuser findet sie klasse.

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Keine Blaubeeren mehr

Irgendwo hier ist irgendwas gewesen

Irgendwo hier ist irgendwas gewesen

… und ihr hattet gehofft, die melancholischen Geschichten kommen diesen Herbst nicht? Oder ich schreibe endlich mal wieder mehr über den Taunus? Oder gar fett technische Schrauberbeichten?? Ich muss euch enttäuschen. Erstmal. Es geht um Blaubeeren, diese kleinen, schmackhaften Dingelchen in Bodennähe. Mein viertelfinnisches Sandmädchen will sie einmal selbst pflücken. Und einen Ausflug machen. Und ein Baumhaus bauen. Und baden. Ist es verwerflich, wenn mir da meine liebe Oma einfällt, die in den 70ern im Wald rund um Uelzen am Kanal immer Blaubeeren gepflückt hat? „Heute geht’s inne Bickbeeren!“. Ob ich die Stellen noch finde? Komm, kleine Frau, es ist Wochenende, wir fahren da einfach mal hin. Und wir nehmen den Scorpio, das finden wieder ganz viele Leser angenehm doof 🙂 Ach ja – ich hab da mit 10 Jahren auch mal ein Baumhaus gebaut, ob das noch da ist?
Also… dies ist eine Geschichte über allerletzte Fragmenten der Vergangenheit. Eine verfallene Eisenbahnbrücke. Im zweiten Teil über ein altes Grab und einen See. Und über zwei Füße auf einem Kofferraumdeckel.

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Endlich Oldtimerversichert!

Steht nach 47 Jahren noch gut da!

Steht nach 47 Jahren noch gut da!

[Anzeige/Werbung] Am Anfang war das Taunus Coupé mein Alltagsauto. Inzwischen steigt aber sein Wert, und das Ding ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass mir die normale Haftpflichtversicherung nicht mehr genügt. Also kommen jetzt endlich die Wertermittlung und die Oldtimerversicherung, und ich bin mit dem Ablauf und dem Ergebnis so zufrieden dass ich euch mal mit ins Boot hole. Denn ihr habt doch auch alte Autos. Womöglich nur Haftpflichtversichert? Dann könnt ihr vielleicht viel Geld im Jahr sparen.

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Rad. Lauf. Chrom?

Unterm Chrom lauert das Grauen.

Unterm Chrom lauert das Grauen.

Die alte Bauernregel. Die, die mir meine Oma jeden Abend vor dem Einschlafen einbläute, sie klingt noch immer in meinen älter werdenden Ohren: „Hat der Vormann Chrom geschraubt, braune Pest von innen graut„. Kein perfekter Reim, aber eine Menge Wahrheit. Wer? Es muss wohl der Erstbesitzer gewesen sein, eine Versicherung in Berlin. Diese Bauernregel war dort anscheinend unter den östlichen Großeltern nicht bekannt, vielleicht gehörten die halbrunden Blinki-Bleche aber damals auch zum guten Ton des jungen wiedervereinigten Geschmacks? Vorweg: Ich -> mag die nicht. Außerdem zeigte sich schon beim Kauf meines ungeliebten Winterautos hinten links eine leichte Unterrostung, und deshalb müssen die Dinger jetzt runter. Dringend. Ah ja. Retrospektiv frage ich mich, ob das wirklich eine so gute Idee war.

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Die Brücken am Kloss

Und was machen Sie so am Abend?

Und was machen Sie so am Abend?

Ein Leben mit Leichen.
Obwohl… ganz tot sind die Blechhaufen, die als „Autos“ bei einem Verwerter rumliegen, ja noch nicht. Sie haben alle einen Organspendeausweis, ob der freiwillig unterschrieben wurde sei mal dahingestellt. Weil sie sterben, können andere Artgenossen weiterleben. In diesem Fall mein (von euch) ungeliebter Scorpio 2. Als ich vor ein paar Wochen hier bei Harry Kloss im Osten Hamburgs herumschlich, sprangen mir zwei durchaus intakte Ansaugbrücken (oder Ansaugkrümmer oder nennt die Dinger wie ihr wollt) zweier schon heftig gefledderter Scorpien (Scorpi? Scorpia?) auf den Plan. Heute also in meinem Kalender: Ein Brückentag. Quasi. Ich versuche, die beiden Plastikteile liebevoll und bruchfrei zu bergen, für schlechte Zeiten, denn der nächste Riss wegen des heißen Kühlwassers kommt bestimmt. Na los, Männer und Frauen, tauchen wir gemeinsam in die Motorräume auf der grünen Wiese und machen uns schmutzig!

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Kleine Schrauberfreuden

Like a Boss bei Harry Kloss

Like a Boss bei Harry Kloss

Teilesafari beim Schrotti

Einmal im Jahr sollte ein Norddeutscher bei Harry Kloss toben. Mindestens. Eigentlich. Nun fahre ich seit mehr als zwei Jahren ein Auto, was man auch bei den unkonventionellsten Autoverwertern nicht mehr findet, deshalb war ich hier in Oststeinbek zuletzt mit Knut, anno 2015, um Teile für meinen damaligen Citroën XM zu bunkern. Noch ein Jahr davor entdeckte ich auf der grünen Wiese Futter für meinen alten Audi 100, den Dottore! Und heute? Hm. Also nix Taunus, das ist klar. Das Wetter ist seit Monaten regenlos schön, ich habe meine Artikel alle fertig geschrieben, ein bisschen abendliche Zeit und – als Erstwagen ein Auto, was da vielleicht spendend rumliegen könnte. Warum nicht mal wieder zu Kloss, Scorpio 2 suchen? Schrauben und fleddern macht glücklich, und tatsächlich stehen ein paar benötigte Kleinigkeiten auf meiner Liste. Einfach mal wieder hin da. Kommt ihr mit?

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Fachmann mit Herz für Mechanik: Rainer Peukert

In des Meisters Heiligen Hallen

In des Meisters Heiligen Hallen

[Anzeige/Werbung] Ich habe da jemanden kennen gelernt und mache sehr gern Werbung für ihn und seinen Arbeitgeber 🙂 Denn in der Oldtimerszene tummeln sich oft beherzte Schrauber, die zwar ambitioniert, aber wenig sachverständig ihrem Hobby frönen. Oder es finden sich wandelnde Lexika mit dem perfekten Auge für Spaltmaße, die aber in der Kommunikation mit den anderen versagen. Rainer Peukert, Partnership Manager Classic Cars bei Hiscox, vereint Fröhlichkeit, Kommunikation und Fachwissen. Ich habe ihn in seiner Werkstatt zu Hause besucht, und jetzt weiß ich auch, wo ich nächsten Monat meinen Taunus oldtimerversichern werde…

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Das Leben ist DISCO!

Das war doch klar...

Das war doch klar…

Ein Auto, was niemand mag – eine Tochter, die von euch keiner je gesehen hat – und eine Stadt, in der die meisten noch nie waren. Das ist mein Stoff, aus dem Geschichten sind. Und wenn ich sie nur aufschreibe, um sie meinem viertelfinnischen Sandmädchen in vielen Jahren einmal zu zeigen. Oder um euch Scorpio-II-Lästerern in 20 Jahren sagen zu können: Seht ihr, damals waren die billig. Ich hatte einen. Und heute jammert ihr alle rum dass man einen hätte aufheben sollen!“ 🙂 Am Ende möchte ich dem Freibad meiner Kindheit eine kleine, bescheidene Ballade singen. Das gibt’s nämlich noch immer. Ich bin da zuletzt aktiv 1988 gewesen, schlank, halblange Haare, muskulöse Beine… wie Fotos belegen können (ayayayyyy….). Seit mehr als einer Woche freut sich mein kleiner Frosch auf diesen Tag, und deshalb satteln wir mal das Kölner Barock-Pferd und rollen ins Uelzener BADUE Freibad.

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